Verhaltensstörungen
Verhaltensstörungen - Angststörungen
Angststörungen
werden oft lange nicht erkannt, so dass es Jahre dauern kann, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Inzwischen
ist es zu einer Chronifizierung der Angststörungen gekommen
mit einem Verlust an Selbstvertrauen, einer Verminderung der Lebensqualität,
zu sozialer Isolierung und zusätzlichen seelischen Störungen wie Depressionen, Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit.
Angst
gehört zu unseren lebenswichtigen Gefühlen. Sie schützt uns vor Gefahren und allzu großer Sorglosigkeit,
und sie erhöht unsere Aufmerksamkeit. Wird
die Angst jedoch übermäßig groß oder gar unrealistisch, dann engt sie
in der Folge unseren Handlungsspielraum
ein und hemmt
unsere vitalen Interessen. Der daraus entstehende Leidensdruck weist auf
behandlungsbedürftige Angststörungen.
Folgende
Angststörungen
werden unterschieden:
·
Panikstörung
Weitere
Informationen zum Themenbereich Angststörungen finden Sie unter: Verhaltensstörungen - Essstörungen
Essen
ist ein menschliches Grundbedürfnis und hat verschiedene Funktionen. So dient
es neben der Lebenserhaltung auch
als Quelle von Genuss und kann im
sozialen Rahmen eine wichtige
kommunikative Rolle einnehmen, z.B. als Festessen, Essenseinladungen von
Freunden u.a. Essen ist stark emotional besetzt und deshalb vielen
verschiedenartigen Einflüssen bzw.
Störungen ausgesetzt.
Bei
der Entstehung und Aufrechterhaltung von
Essstörungen sind mehrere Faktoren beteiligt. Während
bei der Entstehung individuelle Gesichtspunkte im Vordergrund stehen, neben
biologischen und genetischen Faktoren auch Merkmale
der Persönlichkeit und ihrer Familien, geht es bei der Frage nach der
Aufrechterhaltung verstärkt um soziale und kulturelle Einflüsse, z.B. unser
heutiges Schlankheits- und Schönheitsideal.
Deshalb können gerade in diesem Bereich
Störungen auftreten, die Krankheitswert haben.
Sowohl
ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Essen kann gesundheitsschädlich sein.
Innerhalb der Familie kann die Verweigerung des Essens der Ausdruck von
Widerstand sein und einen Versuch der Abgrenzung darstellen wie auch den Versuch, sich den Anforderungen
der Erwachsenenwelt (Sexualität, Beziehungen, Beruf, Leistung) zu entziehen und
den Drang beinhalten, Kontrolle zu haben sowohl
über den eigenen
Körper als auch über die
Familie.
Formen der Essstörungen:
A.
Anorexie
(Magersucht)
Ausführliche Informationen rund um
das Thema Essstörungen finden Sie unter:
V Allgemein gesagt sind die Symptome bei Persönlichkeitsstörungen ähnlich denen anderer psychischer Störungen, wie z. B. Depressionen oder Angststörungen, nur dass sie schwerwiegender und tiefgreifender in die Persönlichkeit eingegraben sind. Abhängig davon, wie die Umstände und Bedingungen in der Kindheit waren, kann jemand sich „normal" entwickeln oder in seiner Entwicklung und Entfaltung mehr oder weniger stark gestört werden. Macht jemand z. B. die Erfahrung, dass unterwürfiges Verhalten erwünscht und gefordert wird, während Impulse zu mehr Eigenständigkeit, zu mehr Autonomie unerwünscht sind und bestraft werden, kann sich hieraus eine innere Haltung entwickeln, sich im späteren Leben überall möglichst anzupassen und zu glauben, die tatsächlichen oder vermeintlichen Forderungen anderer immer erfüllen zu müssen. Dies muss der oder dem Betroffenen gar nicht unbedingt bewusst sein. Da eigene Wünsche und Bedürfnisse hierfür aber oft unterdrückt werden müssen, kann jemand auf Dauer immer bedrückter werden und schließlich die Symptome einer Depression entwickeln. Liegt die Störung auf einer tieferen Persönlichkeitsebene, so kann sich jemand entwickeln, der immer unselbstständiger und abhängiger und hierdurch schließlich in seiner Lebensgestaltung eingeengt ist. Diese Persönlichkeitsstörungen sind dann die Grundstruktur, die ihrerseits zu Leiden und Beeinträchtigungen im persönlichen Leben, in der Beziehungsgestaltung, in der Familie und im Beruf führen kann. Gleichzeitig bildet sie den „Nährboden" für immer wieder auftretende Krisen. Persönlichkeitsstörungen sind also gekennzeichnet durch tiefgreifende Störungen der persönlichen „Grundstruktur„ des Menschen. Sie beeinträchtigen die Betroffenen erheblich in ihrer Lebens- und Beziehungsgestaltung, wodurch sie selbst und/oder ihre Umgebung leiden. Es gibt also nicht nur eine Form von Persönlichkeitsstörungen, sondern es werden verschiedene Persönlichkeitsstörungen unterschieden, die unten noch genau aufgeführt werden. Da die „Grundstruktur", das „Fundament"
der Persönlichkeit bei den Betroffenen gestört ist, treten häufig auch weitere
Störungen auf, die auf diesem „Nährboden" gedeihen, wie z. B. zusätzliche
Depressionen, Angststörungen, Essstörungen und dergleichen mehr. So können die
Betroffenen dann unter Persönlichkeitsstörungen und gleichzeitig z. B.
unter einer Angststörung leiden (Prinzip der „Komorbidität"). Verhaltensstörungen - Mobbing
Mobbing ist
heute ein gängiger Begriff, mit dem schwere und meist langwierige Konflikte am
Arbeitsplatz bezeichnet werden. Trotz des weithin bekannten Phänomens ist
Mobbing für die Betroffenen oft lange
nicht erkennbar. Häufig begeben sich Menschen erst nach jahrelangen Mobbing
-Erfahrungen in ärztliche oder therapeutische Behandlung. Dann ist es meist
schon zu einer schweren Beeinträchtigung der seelischen und körperlichen
Gesundheit gekommen.
Menschen,
die ständig der Kritik,
Missachtung und Isolation ausgesetzt sind,
entwickeln Stresssymptome,
die einhergehen
mit einem
tiefen Gefühl der Verunsicherung und
Angst. Einer Angst vor Ablehnung, etwas falsch zu machen und nicht gut
genug zu sein. Es kommt zu innerer Unruhe, der
Schlaf wird schlecht, tagsüber treten Konzentrationsstörungen auf.
Meist reagieren die Menschen bereits in dieser Phase mit körperlichen
Symptomen wie
Kopfschmerzen,
Magen-Darm-Beschwerden, Störungen des
Appetits (zu wenig oder zuviel Essen) und
mit Erschöpfungszuständen
ohne die
Möglichkeiten der Erholung. Der
seelische und körperliche
Leistungsabfall löst wiederum
Versagensgefühle aus, das Selbstvertrauen leidet, Menschen reagieren mit Scham
und Schuldgefühlen und ziehen sich von ihrer Umwelt nach und nach zurück. Es
kommt zu einer allmählich sich
steigernden Existenzangst, die sich bis zu panikartig auftretenden Angstanfällen
steigern kann.
Diese
Entwicklung hat immer auch Auswirkungen
auf das Privatleben und verursacht auch hier schwerwiegende Störungen in
den Beziehungen. Der Mobbing -Betroffene kann die anhaltende Kränkungssituation
nicht mehr ausgleichen, er ist völlig verfangen in diesem Erleben, kann nicht
mehr abschalten. Er spricht nur noch
von dem Unrecht, das ihm angetan wird und hat für seine Umgebung keine
Aufmerksamkeit übrig. Seine schlechte Stimmung
und seine grundlegenden Misstrauenshaltung allem gegenüber
wirkt sich auf das familiäre
Zusammenleben und den Freundeskreis aus, die nicht mehr in der Lage sind, diese
Veränderungen aufzufangen
und es kann
auch dort
zu schweren Zerwürfnissen führen.
Dies
wiederum verstärkt nur die
Verbitterung und den Rückzug des Mobbing -Betroffenen,
der nun auch noch sein Privatleben zerstört sieht, bis hin zum Auftreten
von schweren Depressionen. Es können sich
jedoch auch auffällige Verhaltensweisen
wie z.B. aggressive Verteidigungshaltungen und Persönlichkeitsveränderungen
entwickeln. Bei manchen Mobbing -Betroffenen kommt es zu
Symptomen ähnlich einer Posttraumatischen Belastungsstörung
mit Alpträumen, Gedankenkreisen und innerer Unruhe.
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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